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Finanztraining-Haid in Social-Networks

 

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Montag, den 30. Mai 2011 um 08:36 Uhr

Aktuelle Berichterstattung in der Presse

Autor:  Joachim Haid

Derzeit wird wieder viel über die Versicherungsbranche und spezielle Sparten wie "Riester-Rente" in der Presse geschrieben. Leider wird dabei auch immer wieder der Versicherungsmakler mit anderen Vermittlertypen im Versicherungsbereich durch einandner gebracht. Auch bei XING wird in den Foren der diversen Gruppen (z.B. "Der Versicherungsmakler" und "Staatlich geförderte Altersvorsorge" viel zu diesem Thema diskutiert.

 

Was man aus dem Kampfsport lernen kann:

In einem Forum kamen sehr interessante Vergleiche mit dem Kampfsport. Ich habe das in meiner Jugend auch mal gemacht und dabei folgendes gelernt:

1.) Ein guter Kampf ist der Kampf, den man vermeidet

Die Idee, sich der Presse als Spezialist für bestimmte Themen anzubieten, ginge in diese Richtung. Im Dojo habe ich aber auch gelernt, dass ich einen Kampf häufig nur dadurch verhindern kann, in dem der andere klar erkennt, dass ich mich verteidigen kann. Es gilt also Autorität durch Qualifikation auszustrahlen.

2.) Wenn Du trotzdem angegriffen wirst, verteidige Dich angemessen:

Nur weil mir jemand eine Watsche gibt, ist es sicherlich nicht angemessen, einen tödlichen Ellenbogenschlag gegen die Schläfe auszuführen. Hat nicht Gandhi mal gesagt: "Auge um Auge, Zahn um Zahn, führt nur dazu, dass die ganze Welt erblindet"?

Einen Angriff zu blocken bedeutet nur, die Energie die Angreifers abzubekommen (Druck erzeugt Gegendruck und Konzentration bedeutet Verstärkung, Aussagen, die in den XING-Foren hierzu zu lesen sind). Man muss die Energie des Angreifers zu seinem Vorteil umwandeln (Wurftechniken). Hierzu passen die Aussagen: Eigene Qualität den Kunden gegenüber durch Leistung beweisen. Aber auch Videos, die man doch heute eigentlich mit wenig Budget (eine Videokamera haben doch viele, einen Rechner auch) über YouTube verbreiten kann können dafür eingesetzt werden.

Was können wir Versicherungsmakler machen?

Ich habe mit meinen bescheidenen Mitteln einmal versucht, etwas in diese Richtung zu machen (siehe mein Video "Mein berufliches Lebensziel" auf http://www.fvm-haid.de ). So ein Video auf der eigenen Startseite seines Internetauftrittes zwingt einen natürlich auch permanent dazu, an seiner eigenen Qualifikation weiter zu arbeiten, da es eben öffentlich ist und meine Mandanten mich nun daran auch messen. Diese permanente Aufgabe ist übrigens, unabhängig des eigenen Alters und der Branchenzugehörigkeit eine Lebensaufgabe! :-)

Ich denke schon, dass die aktuelle massive Berichterstattung einer Reaktion durch uns Versicherungsmakler würdig ist. Ich denke auch, dass wir in Zeiten von Social Networks ähnlich viel "Macht" wie Großkonzerne und Verlage haben können. Wichtig ist aus meiner Sicht aber folgendes:

1.) Wir dürfen nicht nur reden/schreiben, wir müssen auch (angemessen) handeln
2.) Wir sollten gemeinsam und untereinader darauf wert legen, dass Qualitätsmakler beraten. Kollegen, die noch nicht so weit sind, dass sie die qualitativen Anforderungen erfüllen können, sollten wir dabei unterstützen. Wer aber eine Zulassung als Makler hat und damit meint, er wäre damit ausreichend qualifiziert und "resistent" dagegen ist, sich permanent weiter zu bilden, sollte dann aber durch die Versicherungsmakler selbst "disqualifiziert" werden. Wollen wir mehr Qualität, können wir diese nur selbst erreichen und kontrollieren. Die gesetzlichen Regulatoren wie z.B. IHK, BaFin etc. sind damit überfordert. Erste Schritte in diese Richtung sind "freiwillige Selbstverpflichtungen" wie z.B. der Maklereid unter http://www.maklereid.de . Aber hier muss auch aktiv überwacht werden (wie früher in Gilden eben auch) das man nicht nur was unterschreibt, sondern das danach auch gehandelt und gelebt wird. Je öffentlicher solche Erklärungen sind, desto besser.
3.) Hilfreich wäre aber auch, wenn die unterschiedlichen Verbünde noch viel mehr kooperieren würden. Das die unterschiedlichen Vereinigungen, unterschiedliche Ziele verfolgen und unterschiedliche Themen behandeln ist doch i.O. Aber selbst die Verbraucherzentralen haben einen Dachverband der die einzelnen Stellen nach außen hin mit möglichst ener Stimme sprechen lässt.

Die (neue) Macht der sozialen Netzwerke und der social Medias zum Vorteil nutzen:

Zum Schluss noch eines zum Thema "Kampf gegen Windmühlen":

Ich erlebe immer wieder Kollegen, die schon aufgegeben zu haben scheinen ( bringt doch eh alles nichts). Ich möchte den Kollegen Mut machen! Es ist nicht nur eine abgedroschene Phrase, dass auch ein Einzelner eine Veränderung erreichen kann. Durch die Social Medien erleben die Konzerne in der Wirtschaft gerade, dass nicht mehr sie die Macht haben, sondern die Kunden. Heute gilt:

- Nicht Geld ist Macht, sondern Vernetzung ist Macht
- Nicht Wissen ist Macht, sondern zu wissen, das Wissen zu finden und richtig anzuwenden ist Macht

Heute nutzen die Nachrichtenreaktionen "Twitter" und "Facebook" um berichten zu können, da diese Netzwerke schneller sind, als die großen Nachrichtenkonzerne. Warum nutzen wir diese Bereiche nicht intensiver, um ( und auch hier gebe ich den Kollegen recht) uns positiv zu präsentieren. Nicht nur "meckern" und sich "beschweren" (wenn auch berechtigt, ich glaube auch nicht, dass ein Steuerberater mit einem Finanzbeamten verwechselt werden will) sondern vor allem das Positive unserer Branche rausarbeiten. Wir sind doch im Versicherungs- und Finanzbereich die eigentlichen Verbraucherschützer, das müssen die Verbraucher aber auch erfahren. Aber eben nicht nur durch Reden, sondern auch durch entsprechendes Handeln in der Beratung. Ob hier z.B. der reine Vegleich der Rentenhöhen ausreichend ist, bezweifle ich aber (ja, und als ich vor 20 Jahren angefangen habe, habe ich es, mangel besseren Wissens, auch so gemacht).

So lange viele von uns in den sozialen Netzwerken aber primär mehr Gefahren, als Chancen sehen, wird uns das nur schwer gelingen können. Über unsere Branche wird in den sozialen Netzwerken eh gesprochen und diskutiert. Die Frage ist nur, bekommen wir es mit und können dann (angemessen) darauf reagieren, oder stecken wir vor lauter Furcht, sich öffentlich zu äußern den "Kopf in den Sand"? Einer der Gründe, weshalb ich es z.B. sehr schade finde, dass man in dieser Gruppe Beiträge seinem Netzwerk nicht empfehlen kann. Vielleicht denken Sie ja doch noch einmal darüber nach, Herr Ressel :-) Wir haben nichts zu versteckeb und in die Gruppe kommt jeder ohne Zustimmung eines Admins eh rein. Und in Zeiten von Copy&Paste......

Im Versicherungsbereich müssen wir und auch die Gesellschaften hier noch vieles lernen. Wer sich für dieses Thema übrigens interessiert, dem kann ich, unter anderem, z.B. das aktuelle Buch von Herrn Geffroy empfehlen: Das einzige das stört ist der digitale Kunde. Hier gibt es einige interesante Beispiele zum Thema "Machtverschiebung"

Viele Grüße

Joachm Haid

Aktualisiert: Mittwoch, den 13. Juli 2011 um 07:09 Uhr

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